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Licht- / Lasertechnik in der Medizintechnik

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Licht- / Lasertechnik in der Medizintechnik

Licht- / Lasertechnik

In der Allgemeinmedizin wird der Laser hauptsächlich in der Diagnostik eingesetzt, z.B. B. bei der Messung von Blutfluss (Flowmetrie) und Kreislauf. Es gibt auch Low-Level-Lasertherapiegeräte zur Behandlung von Wunden und Schmerzen.
In der Augenheilkunde wird Laserlicht mit unterschiedlichen Wellenlängen verwendet, wobei Wellenlänge, Belichtungszeit (Belichtungszeit) und Energie die physikalische Reaktion und Eindringtiefe beeinflussen. Der Argonlaser wird eingesetzt, um eine Koagulation (z.B. bei diabetischer Retinopathie, Thrombose) mit seinen thermischen Effekten zu verhindern oder eine Retinopexie (Verschweißung von Gewebeschichten bei Netzhautloch oder Netzhautablösung) durchzuführen. Der Neodym-YAG-Laser und der Femto-LASER bewirken durch den hochenergetischen ultrakurzen Suprapuls und den Excimer-Laser durch das eigene Phänomen der Gewebeverdunstung (Photoablation / Sublimation) einen präzisen, eng umschriebenen Geweberiss (Photodisruption), eine Umformung der Hornhautoberfläche (zB PRK oder LASIK) zur Beseitigung der Fehlsichtigkeit. Die Femtosekunden-Laser-Kataraktchirurgie ist eine neue Methode in der Kataraktchirurgie, die bei diesem Eingriff in einigen wichtigen Schritten äußerst präzise ist. Darüber hinaus sind mit dem Laser dreidimensionale bildgebende Verfahren wie die optische Kohärenztomographie (OCT) oder Online-Pachymetrie, die optische Wegmessung und die Fotodokumentation aller Augenstrukturen mit einer Auflösung im Mikrometerbereich möglich.
In der Chirurgie, Gefäßchirurgie und Phlebologie wird der Laser hauptsächlich in der Endoskopie oder als Laserskalpell eingesetzt. Eine weitere Anwendung ist die Behandlung von defekten Venen (Krampfadern). Der Laser kann endovenös verwendet werden (Laserlichtleiter wird in die Vene eingeführt). Diese Laserbehandlungsmethode ersetzt die Entfernung der Vene durch „Stripping“. In vielen Fällen ist die Laserbehandlung schonender und kann ambulant durchgeführt werden. In der Dermatologie können Schnitte und Sklerotherapie mit Laserstrahlen durchgeführt werden. Blutgefäße können durch Laser bestimmter Wellenlängen koaguliert werden. Pigmentflecken können mit Hilfe abtragender (= peelender) Laser entfernt oder gezielt zerstört werden. Subkutanes (= unter der Haut befindliches) Pigment kann mit Hilfe eines Ultrakurzpulslasers zerstört und so entfernt werden, ohne die Hautoberfläche ernsthaft zu schädigen. Durch den Einsatz von langgepulsten Lasern können Haarwurzeln durch Epilation dauerhaft zerstört werden. Laser werden auch zur gezielten Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen, vor allem der Schuppenflechte (Psoriasis), eingesetzt. Zur kosmetischen Verbesserung des Hautbildes werden oberflächliche Unebenheiten der Haut (Knötchen, Fältchen) geglättet (Resurfacing). Laserlicht kann auch zur gezielten Erwärmung der Hautpartien eingesetzt werden, was in erster Linie dem Aufbau des Kollagens zur Straffung der Haut („Subsurfacing“) dienen soll.
In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde werden Laser eingesetzt, um Veränderungen der Stimmbänder bei der Mikrolaryngoskopie zu entfernen sowie die Mandeln (Tonsillotomie) und Tumoren im Mund- und Rachenraum (z. B. beim Zungenkarzinom) teilweise zu entfernen. Bei der Otosklerose-Chirurgie werden Laser verwendet, um die Steigbügelfußplatte zu perforieren. In der Zahnheilkunde können Laser zur Entfernung von Zahnhartsubstanz („Bohren ohne Bohrer“) oder in der Parodontologie (Keimreduktion und Konkremententfernung bei entzündeten Zahnfleischtaschen) eingesetzt werden. Diodenlaser werden in der Zahnheilkunde für chirurgische Eingriffe, z.B. B. Lippenbändchenentfernung, zur Keimreduktion in der Endodontie (Wurzelkanalbehandlung) oder zur Zahnaufhellung (Bleaching). Vorteile der Laserbehandlung gegenüber der konventionellen Methode sind, dass der Patient weniger Schmerzen verspürt, das Setzen von Nähten teilweise überflüssig ist, weniger Blutungen auftritt, da die Wunde verödet und gleichzeitig das behandelte Areal dekontaminiert (keimfrei) wird. In einigen Fällen sind jedoch bessere Studien mit einem höheren Evidenzgrad erforderlich, um den Nutzen des Lasers zu beurteilen.
In der Krebstherapie wird es zur photodynamischen Therapie eingesetzt; in der Urologie zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen sowie der Prostata. Die Lasermikrodissektion ist ein Verfahren zur Gewinnung kleinster Proben aus Gewebeschnitten oder Zellkulturen. Zu den Techniken, die noch erforscht werden, gehören: Versuche, mit Laserlicht gezielt Nerven wachsen zu lassen.

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