Tuttlingen – Tag für Tag werden Unmengen an klinischen Daten generiert. Das mit Bundesmitteln geförderte Projekt AIQNET schafft die digitalen Voraussetzungen, dass dieser Wissensschatz Kliniken, Patienten und Medizintechnik-Unternehmen als Grundlage für Anwendungen künstlicher Intelligenz (KI) zur Verfügung steht. Um das erforderliche KI-Know-how zu vermitteln, startet der Projektpartner MedicalMountains GmbH im Februar mit dem begleitenden Qualifizierungsprogramm.

Ohne Daten keine Künstliche Intelligenz: Auf diesen einfachen Nenner lässt sich das zukunftsweisende System reduzieren. Viele Daten bedeuten aber nicht automatisch viel Nutzen – vor allem dann nicht, wenn es an Struktur und Vergleichbarkeit mangelt. Hier setzt AIQNET an. Die MedicalMountains GmbH ist einer der 16 Partner in diesem Projekt, das zu den Gewinnern des KI-Innovationswettwettbewerbs 2019 der Bundesregierung gehört. „Im klinischen Umfeld sprechen wir von Bildern, Texten und Zahlen, von Röntgenaufnahmen, Arztbriefen und Statistiken“, sagt Britta Norwat, Projektverantwortliche bei der MedicalMountains GmbH. „Wissen wird in völlig unterschiedlichen Formaten gespeichert. Daher braucht es einen Übersetzer und Vernetzer, der den Informationen ihren eigentlichen hohen Wert verleiht.“ AIQNET schafft ein digitales Ökosystem, das Daten strukturiert, sinnvoll verknüpft und somit für KI-Anwendungen aufbereitet. Ein Vorteil, von dem letztendlich möglichst viele Akteure profitieren sollen. Dazu zählen Kliniken und Patienten; ausgesprochenes Ziel ist indes, dass kleine und mittlere Medizintechnik-Unternehmen das Potenzial heben können. „Um solche Grundsatzentscheidungen treffen zu können, brauchen sie das richtige Know-how und die richtigen Kompetenzen “, erinnert Britta Norwat.

Das von der MedicalMountains GmbH entwickelte Qualifizierungsangebot beginnt am 02. Februar 2021. Zum Auftakt vermittelt Dr. Stefan Bordag Methoden und Strategien für digitale und künstliche Intelligenz – Ziele, Voraussetzungen, Prozesse und Blaupausen für eigene Projekte. Wie KI als Treiber für Geschäftsmodell-Innovationen wirkt, dem geht Karl-Heinz Sauter am 11. März 2021 auf den Grund. Das Wissens-Portfolio wird zwischen Mai und November mit weiteren Seminaren komplettiert. „Die Bausteine aus den einzelnen Veranstaltungen fügen sich zu einem umfassenden Bild zusammen“, ist sich Britta Norwat sicher. Ein Bild dessen, welche Möglichkeiten kleinen und mittleren Unternehmen mit KI offen stehen. Damit der Einstieg in die Thematik möglichst niederschwellig erfolgt, werden Vorkenntnisse selten benötigt. Anmeldungen zu den beiden ersten und folgenden Seminare sind jederzeit möglich. „Wir freuen uns auf den Austausch und darauf, mit AIQNET Denkanstöße und Anregungen geben zu können“, so Britta Norwat.

Weitere Informationen zu dem Projekt und den Seminaren unter diesem Link .

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