Tuttlingen/Stuttgart – Als einer von zwölf ausgewählten Standorten in Baden-Württemberg kann der Digital Hub Schwarzwald-Baar-Heuberg nun in den Vollantrag einsteigen: Das Konsortium nahm diese Woche von Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die entsprechende Bekanntgabe entgegen. Während der geplanten Projektphase sind umfangreiche Maßnahmen geplant, Unternehmen beim Einstieg und bei der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben zu unterstützen.

Das Gemeinschaftsprojekt mit Konsortialführer MedicalMountains GmbH und den Partnern bwcon GmbH, Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V., Hochschule Furtwangen, imsimitiy GmbH, SICOS BW GmbH und St. Georgener Technologiezentrum sowie den assoziierten Partnern Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, Karlsruher Institut für Technologie, TechnologyMountains e.V. und Virtual Dimension Center TZ St. Georgen verknüpft verschiedene Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung. Der Digital Hub Schwarzwald-Baar-Heuberg, kurz DigiHub SBH, verfolgt als zentrale Anlaufstelle mit praxisnahem Konzept das Ziel, Unternehmen der Region in ihrer Zukunftsfähigkeit zu stärken und zur Aufnahme digitaler Projekte zu animieren. Ein vielgestaltiges Angebot solle einen niederschwelligen Einstieg ermöglichen, sagt MedicalMountains-Projektleiterin Marena Hauser: „Durch das breit aufgestellte Konsortium können wir ein branchenübergreifendes und ganzheitliches Unterstützungskonzept verwirklichen.“ Als Megatrend biete die Digitalisierung „enorme wirtschaftliche Chancen mit hohem Innovationspotential für regionale Unternehmen“. Der DigiHub SBH schaffe durch die intensive Zusammenarbeit des Konsortiums mit seinen hochspezialisierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen bedarfsgerechte Maßnahmen – um damit letztlich die Möglichkeit zu Innovationsvorsprüngen.

2017 hatte das baden-württembergische Wirtschaftsministerium im Rahmen eines ersten Förderaufrufs den Aufbau von zehn regionalen Digital Hubs mit insgesamt rund zehn Millionen Euro gefördert – darunter bereits den DigiHub SBH. In der zweiten Förderrunde stehen bis Ende 2025 zehn Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen nun einerseits neue regionale Digital Hubs etabliert werden, andererseits bestehende Hubs sich weiterentwickeln können. So auch der DigiHub SBH. Das Spektrum der Akteure wird um die Hochschule Furtwangen sowie die MedicalMountains GmbH erweitert. In diesem Zuge erhält der DigiHub SBH neben Villingen-Schwenningen und St. Georgen einen dritten Standort in Tuttlingen.

Dass die Digitalisierung ein elementares Element für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft darstellt, betonte auch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Bekanntgabe der Hub-Auswahl. „Der Einsatz digitaler Technologien bietet enorme Wertschöpfungspotenziale. Im Rahmen der zweiten Förderphase der regionalen Digital Hubs wird gerade auch das Thema Nachhaltigkeit noch stärker im Fokus stehen“, sagte die Ministerin.

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